07.11.2015

Die interne Kommunikation muss vorausgehen!

Die digitale Transformation ist ein Change-Projekt, das es mit Experimentierfreude und Mut zu meistern gilt.

Um in der Industrie 4.0 als Sieger hervorzugehen, brauchen Unternehmen nicht nur überzeugende Digitalstrategien, sondern auch eine gelebte Digitalkultur. Hier ist die Interne Kommunikation gefordert. Für sie ist die digitale Transformation ein riesiges Change-Projekt.

Die Bereitschaft zu Veränderung wird in der digitalen Transformation zum zentralen Faktor für Unternehmen, um nicht als Verlierer auf der Strecke zu bleiben. In vielen Fällen wird es nicht ausbleiben, dass die gesamte Unternehmens-DNA neu programmiert wird: Gelernte Prozesse müssen neu definiert, gewohnte Organisationsstrukturen aufgebrochen, Abteilungsgrenzen zugunsten einer stärkeren Vernetzung aufgelöst werden.

Change-Projekte scheitern oft an schlechter Kommunikation

Das Problem: Die meisten Menschen mögen keine Veränderungen. Doch ohne Akzeptanz der neuen Welt kann keine gelebte Digitalkultur entstehen. Im Grunde ist die digitale Transformation für Unternehmen daher auch eine klassische Herausforderung des Change-Managements – und damit eine Aufgabe der Internen Kommunikation. Wenn Change-Projekte scheitern, liegt die Ursache häufig in schlechter Kommunikation. Unzureichend informierte Mitarbeiter, die mit neuen Zielen und Anforderungen nicht vertraut sind, sträuben sich leicht. Werden Mitarbeiter hingegen frühzeitig abgeholt und verstehen sich als Teil der digitalen Bewegung, stehen die Chancen gut, dass sie die notwendigen Umsetzungen selbst wesentlich vorantreiben.

Die Digitalisierung erhöht das Tempo der Veränderungen deutlich

Die Digitalisierung erhöht das Tempo der Veränderungen deutlich.

Die digitale Transformation ist dabei ein Change-Projekt neuer Dimension, das über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen weltweit entscheiden wird. Die Veränderungen sind tiefgreifend und das Tempo wird in den kommenden Jahren deutlich anziehen. Alle Ebenen des Unternehmens müssen beim Zukunftsprojekt Digitalisierung von Beginn an einbezogen werden, um Ängste und Denkbarrieren abzubauen und Veränderungsbereitschaft, ja Begeisterung für die neuen Chancen zu wecken.

Auch Kommunikationsmuster und -prozesse werden transformiert

Die Verantwortlichen der Internen Kommunikation müssen dabei Vorreiter sein und die digitale Transformation ins Unternehmen tragen. Das bedeutet, bei der Veränderung der eigenen Kommunikationsmuster und -prozesse Mut und Innovationsfreude zu beweisen, mit digitalen Formaten zu experimentieren. Vom digitalen Mitarbeitermagazin über Apps bis hin zu internen Social Networks für mobile Geräte: Der Spielraum ist groß und sollte im Dialog mit den Mitarbeitern entdeckt werden. Versuch und Irrtum sind dabei erlaubt. So kann die Interne Kommunikation Ängste abbauen und der digitalen Transformation den Weg bereiten.

Innovative Multichannel-Publishing-Technologien, die einen hohen Vernetzungs- wie Interaktionsgrad und effiziente Workflows ermöglichen, werden dabei eine grundlegende Rolle spielen. Bislang werden Wissensdatenbanken, Social Media Tools oder selbst Redaktions­systeme für die Mitarbeiterzeitschrift erst von einer Minderheit der Kommunikationsabteilungen deutscher Unternehmen eingesetzt. Die digitale Revolution steht also noch bevor – auch in der Internen Kommunikation.